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Project presentations on the website

Every project supported by Gebert Rüf Stiftung is made accessible with a web presentation that informs about the core data of the project. With this public presentation, the foundation publishes the funding results achieved and contributes to the communication of science to society.

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Barrieren-Dialog: Gemeinsam Barrieren erkennen, Wandel ermöglichen

Editorial

Für den Inhalt der Angaben zeichnet die Projektleitung verantwortlich.

Project data

  • Project no: GRS-020/26 
  • Amount of funding: CHF 120'000 
  • Approved: 22.06.2026 
  • Duration: 08.2026 - 07.2028 
  • Area of activity:  Scientainment, seit 2013

Project management

Project description

Der «Barrieren-Dialog» baut auf dem erfolgreichen Pilotprojekt «Achtung Barriere!» auf, bei dem unsichtbare Barrieren sichtbar gemacht und in den öffentlichen Dialog eingebracht wurden: mit einer Kombination aus niederschwelliger Beteiligung, journalistischer Einordnung und hybrider Vermittlung. Im Barrieren-Dialog wird der Ansatz gezielt weiterentwickelt und strukturell verstetigt. Ziel ist eine in der Gemeindeverwaltung verankerte Wissens- und Dialoginfrastruktur, die Alltagserfahrungen mit verdichteten Mustern verbindet – und daraus eine Grundlage für Dialog und nächste Schritte hin zu einem Abbau von Barrieren aller Art schafft. Neben der Gebert Rüf Stiftung fördert die Stadt St. Gallen das Projekt ebenso wie das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB und die Stiftung zur Förderung des behindertengerechten Bauens. Auch der Kanton St. Gallen unterstützt das Vorhaben. Bei der Umsetzung sind Betroffene und Organisationen wie die beko ost von Anfang an beteiligt.
Der Barrieren-Dialog gliedert sich konkret in fünf Schritte:
1. Beteiligung ermöglichen: Menschen mit Behinderungen melden Barrieren niederschwellig auf der barrierefrei ausgebauten Datenplattform «CrowdNewsroom», unterstützt durch analoge Beteiligungsformate wie Pop-ups, begleitete Spaziergänge und kurze Resonanzsettings.
2. Verdichten und priorisieren: Meldungen werden qualitätssichernd bearbeitet, typologisiert, kontextualisiert und räumlich verortet, so dass aus Einzelfällen nachvollziehbare Muster und priorisierbare Handlungsfelder entstehen.
3.  Zugänglich vermitteln: Die Ergebnisse werden alltagsnah über eine interaktive Online-Karte sowie über erlebbare mobile, webbasierte Zugänge (Smartphone/Tablet) und immersive Mixed-Reality-Szenarien vermittelt.
4. Dialog und Ko-Kreation: Betroffenen, Behindertenorganisationen, Fachstellen sowie Vertreter:innen aus Verwaltung und Politik bearbeiten Muster und Szenarien in moderierten Dialogformaten, um Handlungsoptionen gemeinsam zu entwickeln, zu prüfen und zu priorisieren.
5. Verankern und übertragen: Erkenntnisse werden in einem «lebendigen Bericht» mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Begründungslogik gebündelt und als Entscheid- und Lernreferenz nutzbar gemacht.

Status/Results

Eine besondere Stärke des Projekts liegt in seiner transdisziplinären Anlage: Forschung, Journalismus, Design und Vermittlung sowie Akteur:innen aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft arbeiten entlang eines gemeinsamen Prozessmodells zusammen. Genau dieses Zusammenspiel hat sich bereits im Pilot-Projekt als wirksam erwiesen – weil es Reichweite und Tiefe verbindet: Es aktiviert Menschen, macht Erfahrungen verständlich, erzeugt Resonanz und übersetzt Erkenntnisse in anschlussfähige nächste Schritte. Ein erster, informeller Kick-off Ende Mai 2026 hat die Basis für ein tragfähiges Netzwerk geschaffen.

Links

Persons involved in the project

Marc Engelhardt, Co-Projektleiter, CORRECTIV in der Schweiz
Tobias Matter, Co-Projektleiter, Hochschule Luzern
Hanna Fröhlich, Expertin CrowdNewsroom, CORRECTIV in der Schweiz
Christian Schnellmann, Lead MR-Programmierung, Hochschule Luzern
Nadine Grabmaier, Spatial und Information Design, Hochschule Luzern
Riva Pinto, Research & Interaction Design, Hochschule Luzern
Christoph Schneider, UI/UX Design, Hochschule Luzern
Leander Schneeberger, Experte MR-Programmierung, Hochschule Luzern
Marco Krieg, Stadt St. Gallen, Referat Gesellschaftsfragen
Denise Rohner, beko ost Behindertenkonferenz SG AR AI
Rahel Rusterholz, Stadt St. Gallen, Referat Gesellschaftsfragen
Hansueli Salzmann, Geschäftsleiter Procap St. Gallen

Last update to this project presentation  20.08.2026